Geschichte

 

 

 

93 Jahre Kolpingsfamilie Rostock

Gegründet wurde die Gesellengruppe 1925 durch Kaplan Bernhard Purk. Regelmäßige Versammlungen sorgten für Bildung in Religion und Beruf. Ein Kolpingheim für die wandernden Gesellen wurde geschaffen mit anfangs 6 Betten, die reichlich genutzt wurden. Schon in den 30-iger Jahren wurden in den Original-Protokollen unsere Kolpingsschwestern erwähnt, die bei den Ausflügen und Feierlichkeiten aktiv waren.

Während der Kriegszeit traf man sich nur heimlich und in kleinen Gruppen in den Familien. Am 30.Juli 1945 wurde die  Kolpingsfamilie von dem neuen Präses Jansen wieder “offiziell” mit 13 Mitgliedern ins Leben gerufen. In Mecklenburg ist es die einzige Kolpingsfamilie, die das Naziregime überlebt hat. Nach dem Krieg kamen ständig neue Mitglieder hinzu. Während der DDR-Zeit arbeitete die Kolpingsfamilie sehr aktiv, natürlich nur unter dem Dach der Kirche. In der Rostocker Christusgemeinde trafen sich die Kolpingmänner regelmäßig zu Sonntagsgottesdiensten mit anschließender Agape. Ihre Aktivitäten erstreckten sich von Diensten in der Gemeinde bis zu kirchlichen Bauvorhaben. So arbeiteten viele mit an den Bauten in Rostock St. Josef, Heiligendamm, Sternberg, Krakow am See, Neukloster, Tessin, Warin, Brühl, Kühlungsborn, Teterow, Graal-Müritz, Vorbereitungen beim Abriß der Christuskirche, Lichtenhagen, Altenheim an der Christuskirche und Rerik. Alle diese Einsätze erfolgten nach Feierabend oder an Samstagen und durch diese Arbeitseinsätze gewannen wir auch neue Mitglieder. Wir gestalteten Bildungswochenenden und Exerzitien in Parchim, sowie Gebetsstunden, Weihestättenfahrten und Familienausflüge. Trotz der intensiven Beobachtung und Durchsetzung der Kolpingsfamilie mit Stasi-inoffiziellen Mitarbeitern (IM´s) wuchs die Kolpingsfamilie auf über 100 Mitglieder an.

Im Jahre 1982 konnte durch aktive Werbung und Gesprächsabende mit Jugendlichen eine ganze Gruppe “Junger Erwachsener” in die Kolpingsfamilie aufgenommen werden, wovon auch heute ein  Teil aktiv ist und sogar Leitungsfunktionen in der K-Familie und im Bezirk innehaben. 1983 war es dann soweit, daß unsere Frauen offiziell aufgenommen wurden, mitgearbeitet haben sie schon viele Jahre. Nach der politischen Wende war eine öffentliche Verbandsarbeit möglich. Bildungsangebote von der Diözese Osnabrück und Münster wurden genutzt, Engagement im Sozialbereich - Neugründung der Kolping-Initiative in Rostock-Lichtenhagen, finanzielle Unterstützung für ein Bildungshaus in Tansania, für die Kolping-Ferienstätte in Salem - und es konnten Reisen unternommen werden. So ging unsere erste Reise gemeinsam mit Kolpingern aus Mecklenburg zur Seligsprechung von Adolph Kolping nach Rom.

Wir unternehmen alle zwei Jahre eine gemeinsame Urlaubsreise. Viele ernsthaft und ehrlich interessierte Kolpingsfamilien aus den alten Bundesländern hatten wir zu Besuch. Wir besuchen und empfangen gerne andere Kolpingfamilien, die uns kennenlernen und sich über unsere Kolping-Arbeit zu DDR-Zeiten informieren möchten.

So haben wir schon eine ganze Reihe neuer Verbindungen knüpfen können und durch Kolpings Geist ist ein Verstehen und eine Freundschaft nicht schwer. Erfahren und kennenlernen kann nur der etwas Neues, der aktiv ist.

Seit Mai 1991 haben wir auch eine Kolping-Seniorengruppe, die sich, zusätzlich zu den Sonntag’s-Treffs, noch regelmäßig jeden 3. Mittwoch im Monat mit einem eigenen Thema trifft. Diese Gruppe erfreut sich in der Gemeinde auch bei Nicht-Kolpingern großer Beliebtheit.

Unsere Kolpingsfamilie hat z.Zt. 58 Mitglieder. Ca. 25 Mitglieder treffen sich regelmäßig jeden Monat.

“Anfangen ist oft das Schwerste, aber Treu bleiben das Beste.”  A. Kolping

 

Treu Kolping.

Gisela Owsinski  - stellv. Vorsitzende der Kolpingsfamilie Rostock


Präsides der Kolpingsfamilie Rostock

1925

Kaplan Purk, Gründer

1934-1944

Kaplan Fuhler

1945-1947

Kaplan Janzen

...15 Jahre Pause

1963-1964

Kaplan Rückert

1964-1970

Kaplan Kuhlage

1970-1971

Pater Wehner

1971-1975

Pastor Schubert (Tessin)

1976-1980

Kaplan Porath

1981-1986

Pater Jung

1987-1994

Pastor Beer

1994-2005

Dechant Pfarrer Karsten   

2005-

Prälat Robrahn


Home      zum Seitenanfang

 

 

 

[Home] [Aktuelles] [Senioren] [Jahresplan] [Wichtiges] [Urlaub] [Kontakt] [Geschichte]